Fegebank und Kerstan bestürzt: Prognose des Weltklimarats

Von dpa
Durch Starkregen kam es im nordrhein-westfälischem Altena zu einem Erdrutsch.
Durch Starkregen kam es im nordrhein-westfälischem Altena zu einem Erdrutsch. Markus Klümper/dpa/Archivbild

Genf/Hamburg - Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank und Umweltsenator Jens Kerstan (beide Grüne) haben bestürzt auf die jüngsten, düsteren Prognosen des Weltklimarats reagiert. „Der aktuelle Bericht des Weltklimarates ist erschütternd“, sagte Fegebank am Montag. Die Wissenschaft lasse keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel menschengemacht und nicht mehr viel Zeit sei, den Planeten lebenswert zu halten. Kerstan sprach von einem alarmierenden Bericht, der zeige, „dass die Zeit der warmen politischen Worte aus Berlin endgültig vorbei sein muss“.

Kerstan warnte, der Klimawandel werde auch Hamburg mit Wucht treffen, wenn nicht sofort Maßnahmen ergriffen würden, um die Auswirkungen der Erderwärmung zu bremsen. „Die Weltklimakonferenz im November in Glasgow ist gefordert, härtere und verbindlichere Vorgaben zur Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes festzulegen.“ Auch Hamburg müsse schärfere Maßnahmen in den Blick nehmen.

Der Weltklimarat kommt in seinem am Montag in Genf vorgelegten Bericht zu dem Ergebnis, dass Episoden mit Starkniederschlägen in den meisten Regionen bei einer weiteren Klimaerwärmung mit 90- bis 100-prozentiger Sicherheit intensiver und häufiger auftreten. Laut dem Pariser Klimaabkommen wollen die Staaten die Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau unter 2 Grad halten, möglichst bei 1,5 Grad.

Das ist laut Wissenschaft nur möglich, wenn die CO2-Emissionen ab sofort drastisch gesenkt werden und etwa 2050 Klimaneutralität erreicht wird. Wenn es bei den bisherigen Klimaschutzzusagen der Länder bleibt, ist eine Erwärmung von 2,1 bis 3,5 Grad bis Ende des Jahrhunderts wahrscheinlicher.