Feierliche Zeremonie für deutsch-norwegischen U-Boot-Auftrag

Von dpa 30.08.2021, 17:45 • Aktualisiert: 01.09.2021, 06:11

Kiel - Mit einer Zeremonie ist auf der Kieler Werft Thyssenkrupp Marine System (TKMS) am Montag ein milliardenschweres deutsch-norwegisches U-Boot-Projekt gefeiert worden. „Damit leisten unsere beiden Länder einen wesentlichen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Europas“, sagte der für Rüstung zuständige Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Benedikt Zimmer, am Montag. Die Zusammenarbeit sei langfristig angelegt und betreffe auch eine neue Generation von Lenkflugkörpern.

Der Auftrag umfasst die Lieferung von zwei U-Booten an die deutsche Marine und vier an die norwegische Marine. Das Auftragsvolumen für das Projekt „212CD“ beträgt rund 5,5 Milliarden Euro. Der Bau der Boote soll 2023 beginnen. Die Auslieferung des ersten U-Boots für die norwegische Marine wird für 2029 erwartet, die Auslieferung der beiden Boote für die Marine in Deutschland ist für 2032 und 2034 geplant.

Wegen der Lage in Afghanistan hatten Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und ihr norwegischer Amtskollege Frank Bakke-Jensen ihre Teilnahme an der Zeremonie abgesagt. Die norwegische Staatssekretärin Tone Skogen sprach von Synergien des Projekts. „Dies wird zu mehr wirtschaftlichen Möglichkeiten und Hightech-Arbeitsplätzen in unseren beiden Ländern führen.“

TKMS-Manager Alexander Orellano bezeichnete das deutsch-norwegische Projekt als einen Meilenstein in der langen Geschichte der Werft. „Mit den 212CD-U-Booten schlagen wir ein neues Kapitel modernster U-Boot-Technologie auf, mit erhöhter Einsatzverfügbarkeit und optimierten Kosten über den gesamten Lebenszyklus.“

Die deutsche Werft arbeitet dabei mit dem norwegischen Rüstungskonzern Kongsberg Defence & Aerospace (KDA) zusammen.