Feuerwerk verursachte Wohnhausbrand mit Millionenschaden

Von dpa
Ein Feuerwehrfahrzeug steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf einer Straße.
Ein Feuerwehrfahrzeug steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf einer Straße. Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Stralsund - Der Brand eines größeren Mehrfamilienhauses in Stralsund, bei dem in der Nacht zum Montag ein Millionenschaden entstand, ist durch Pyrotechnik verursacht worden. Der brennbare Gegenstand stamme vermutlich von einem Feuerwerk und sei auf einen Balkon geflogen, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Dies könne auch mit dem Fußball-EM-Finale zusammenhängen. Die Polizei suche nun Zeugen, die in der Straße oder dem Wohngebiet beobachtet haben, wo nach Mitternacht - also kurz nach Ende des EM-Finales Italien gegen England - ein Feuerwerk oder Raketen gezündet worden seien.

Der pyrotechnische Gegenstand hatte auf dem Balkon in der zweiten Etage andere Gegenstände in Brand gesetzt. Das Feuer griff dann auf den Dachstuhl über, der schon komplett in Flammen stand, als die Feuerwehr kam. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.

Das Haus mit mindestens zehn Wohnungen, eine umgebaute ehemalige Berufsschule, ist nicht mehr bewohnbar. Der Dachstuhl ist abgebrannt, mehrere Autos der Bewohner wurden von herabfallenden Dachziegeln beschädigt. Der Schaden wird auf mindestens eine Million Euro geschätzt. Zur Brandzeit hielten sich laut Polizei zwölf Bewohner in dem mehrgeschossigen Wohnhaus auf. Sieben Frauen und Männer hätten sich retten können, nachdem Brandmelder Alarm gemeldet hatten. Fünf Menschen holten die Einsatzkräfte aus dem brennenden Gebäude. Die Bewohner hatten nur wenige persönliche Dinge retten können und blieben zunächst in einem Motel.