Frau überfallen und vergewaltigt: Angeklagter gesteht

Von dpa
Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle.
Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle. Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) – - Nach einem sexuellen Überfall auf eine Frau in ihrer Gartenlaube hat der Angeklagte vor dem Berliner Landgericht gestanden. Der Anwalt des 41-Jährigen erklärte zu Prozessbeginn am Montag, sein Mandant räume die Vorwürfe ein. Der Angeklagte soll im Juli 2020 in die im Ortsteil Gatow gelegene Laube eingedrungen sein. Er habe die hüftabwärts gelähmte und eingeschränkt bewegungsfähige Besitzerin sexuell misshandelt, so die Anklage. Bei der Tat habe er griffbereit einen Schraubendreher bei sich geführt, so dass die Staatsanwaltschaft von einem schweren Fall der Vergewaltigung ausgehe. 

Die 49 Jahre alte Frau war laut Anklage allein in ihrem Gartenhaus, als der ihr unbekannte Täter am frühen Morgen gegen 3.30 Uhr plötzlich vor ihr gestanden habe. Er habe ihr Mobiltelefon und andere Gegenstände auf ein anderes Bett geräumt. Das Handy sei für die teilweise gelähmte Frau dadurch nicht mehr erreichbar gewesen. Der 41-Jährige habe ihre hilflose Lage ausgenutzt und sexuelle Handlungen erzwungen. Anschließend habe er sich noch mindestens eine Stunde lang in der Laube aufgehalten. 

Am Tatort sichergestellte Fingerabdrücke und DNA-Spuren führten zu dem wegen Diebstahls vorbestraften Mann. Er wurde schließlich mit europäischem Haftbefehl gesucht. Ende Dezember wurde der dreifache Vater in Österreich festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Er befindet sich seitdem in Haft. 

Laut einem vorläufigen psychiatrischen Gutachten sei eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten nicht auszuschließen, hieß es in der Verhandlung. Er habe unter Einfluss von Alkohol und verschiedener Drogen gestanden. Nach dem pauschalen Geständnis des Mannes bleibt dem Opfer eine Aussage im Prozess voraussichtlich erspart. Die Verhandlung wird am 12. August fortgesetzt.