Galileo-Vergabe: Bremer Raumfahrtfirma scheitert vor Gericht

Von dpa
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Bremen - Im Streit um Aufträge zum Bau europäischer Galileo-Navigationssatelliten hat das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB eine Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen. Das Europäische Gericht wies einen Antrag zurück, wonach die Europäische Weltraumorganisation (ESA) die Entscheidung über die Vergabe des Auftrags vorerst hätte aussetzen müssen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Es betonte aber, dass das Hauptsacheverfahren von dieser Entscheidung nicht berührt wird. Wann ein Urteil gesprochen wird, steht noch nicht fest.

OHB geht gerichtlich gegen eine Entscheidung der EU vor, neue Galileo-Navigationssatelliten von der Konkurrenz bauen zu lassen. Der Konzern baute sämtliche Satelliten der ersten Galileo-Generation. Laut Unternehmen sind 22 bereits im All und weitere zwölf fertiggestellt.

Nun sollen auch der deutsch-französische Airbus-Konzern und die italienisch-französische Thales Alenia Space von dem Satellitengeschäft profitieren. Nachdem die Firmen den Zuschlag der EU erhalten hatten, sprach OHB-Vorstandschef Marco Fuchs von einem großen Misserfolg.