GdP: Nach Party-Rangeleien Eltern und Schulen in der Pflicht

Von dpa

Hamburg - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hamburg sieht angesichts neuerlicher Angriffe feiernder junger Leute auf Polizisten an Party-Hotspots auch Eltern und Schulen in der Pflicht. „Wir brauchen in Hamburg eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung, um eine Eskalation an den Hotspots unserer Stadt zu verhindern“, sagte Hamburgs GdP-Vorsitzender Horst Niens am Dienstag. Problembewusstsein werde in erster Linie im Elternhaus hergestellt. Weiter gehe es in der Schule und im sozialen Umfeld. „Erst wenn hier versagt wurde, kommt die Polizei ins Spiel.“

Die GdP appellierte an alle gesellschaftlichen und familiären Akteure, weiter zusammenzuhalten und die Corona-Pandemie auf den letzten Metern gemeinsam zu besiegen. „Bei allem Verständnis für den Freiheitsdrang nach Monaten der Entbehrung bitten wir inständig, auf wilde Feiern zu verzichten.“ Diese zwängen die Polizei zum Handeln und führten in der Konsequenz zu Zusammenstößen zwischen jungen Erwachsenen und der Polizei.

In der Nacht zu Samstag hatten sich allein im Hamburger Stadtpark 4000 Menschen zum Feiern versammelt. Mehrfach versuchte die Polizei, große Gruppen von Menschen aufzulösen. Da dies jedoch nicht gelang, entschied sich die Polizei, das Gelände zu räumen. Dabei kam es vereinzelt zu Flaschenwürfen auf die Polizisten.