Geldkarten auf Bahnhöfen entwendet: Anklage

Von dpa 01.06.2021, 15:57 • Aktualisiert: 01.06.2021, 16:06
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zu einem Landgericht angebracht.
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zu einem Landgericht angebracht. Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Berlin - Wegen bandenmäßigen Computerbetrugs in 161 Fällen hat die Berliner Staatsanwaltschaft einen 37-Jährigen angeklagt. Der Mann soll sich mit drei Mittätern zusammengeschlossen haben, um auf Bahnhöfen EC- und Kreditkarten von Reisenden zu stehlen, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit. Ziel sei es gewesen, sich damit eine dauerhafte Einnahmequelle zu verschaffen.

Der Angeschuldigte soll zwischen Sommer 2015 und Herbst 2016 auf Berliner Bahnhöfen - teilweise arbeitsteilig und mit Ablenkungsmanövern - Portemonnaies und andere Wertgegenstände entwendet haben. Die Bande soll dafür zunächst Fahrkartenautomaten manipuliert und mit Münzen so blockiert haben, dass nur noch Kartenzahlung möglich war. Anschließend sollen sie die PIN der Fahrgäste ausspioniert und deren Geldkarten in unübersichtlichen Situationen entwendet haben.

Mit den Karten wurde laut Anklage Geld abgehoben oder eingekauft. Der heute 37-Jährige soll so mehr als 35.000 Euro ergaunert haben.

Mit der Anklage werde eine Reihe von Strafverfahren abgeschlossen, so die Staatsanwaltschaft. Die anderen Bandenmitglieder seien bereits verurteilt worden, zum Teil zu mehrjährigen Freiheitsstrafen. Bereits zuvor seien sie teilweise wegen ähnlicher Taten in anderen europäischen Ländern verurteilt worden.