Geldscheine kopiert: 21-Jähriger muss Arbeitsstunden leisten

Von dpa
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch.
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Osnabrück - Weil ein junger Mann Schulden bei seiner Tante mit selbst ausgedruckten 50-Euro-Scheinen bezahlen wollte, hat ihn das Amtsgericht Osnabrück am Montag zur Ableistung von 50 Arbeitsstunden verurteilt. Wie ein Gerichtssprecher berichtete, hatte der heute 21 Jahre alte Mann aus Melle im Februar vergangenen Jahres drei gefälschte 50-Euro-Scheine hergestellt und seiner Tante gegeben. Es sei eine Art Denkzettel gewesen, weil die Tante noch Gegenstände ihres Neffen aufbewahrt und Geld von ihm verlangt habe.

Allerdings waren die Geldscheine so schlecht nachgemacht, dass das Gericht von einer Verurteilung wegen Geldfälschung absah. „Der Angeklagte hatte beide Seiten der Geldscheine ausgedruckt und so aneinander geklebt, dass man noch das Weiße des Papiers sah“, sagte der Gerichtssprecher. Weil der junge Mann zum Tatzeitpunkt noch Heranwachsender war, wurde das Urteil nach dem Jugendstrafrecht gefällt.