Gemeinde geht nach Tornado von Millionen Euro Schaden aus

Nachdem ein Tornado über die ostfriesische Gemeinde Großheide zog, laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Bei Versicherungen gehen die ersten Schadensmeldungen ein. Der Bürgermeister geht davon aus, dass es noch Wochen dauern könnte, bis alle Trümmer weggeräumt sind.

Von dpa
Häuser in Berumerfehn in der Gemeinde Großheide wurden von einem Tornado zerstört.
Häuser in Berumerfehn in der Gemeinde Großheide wurden von einem Tornado zerstört. Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Aurich - Nach einem Tornado im Kreis Aurich in Ostfriesland wird das Ausmaß der massiven Schäden langsam absehbar. Insgesamt sei nach ersten vorläufigen Schätzungen von einem Schaden in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe auszugehen, sagte der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Großheide, Fredy Fischer, am Mittwoch. Diese Schätzung umfasse sowohl die Schäden an den mehr als 50 zerstörten Häusern als auch an Einrichtungen der Gemeinde. Ein umgekippter Baum hatte etwa den Gruppenraum eines Kindergartens zerstört. Auch ein Museum und eine Schule wurden beschädigt. Verletzt wurde bei dem Tornado am Montagabend niemand.

Auch bei Versicherungen in der Region liefen erste Schadensmeldungen ein. Die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse registrierte bis zum Dienstagnachmittag rund 50 Fälle. Die Schäden reichten demnach von einzelnen Dachpfannen, die durch den Wirbelsturm gelöst wurden, bis hin zu größeren Schäden im fünfstelligen Bereich, wie eine Sprecherin in Aurich mitteilte. Der öffentliche Versicherer für die Region Ostfriesland erwartet, dass in den kommenden Tagen noch weitere Schadensmeldungen eingehen werden.

Zur Begutachtung erster größerer Schäden seien Sachverständige der Versicherung bereits am Dienstag ausgerückt, sagte die Sprecherin. Nach Angaben des Versicherers sind bei der Brandkasse auch Tornado-Folgen in Versicherungen gegen Sturmschäden abgedeckt.

Unterdessen liefen die Aufräumarbeiten am Mittwoch in den betroffenen Ortsteilen Berumerfehn und Ostermoordorf auf Hochtouren weiter, berichtete Fischer. Die ersten abgedeckten Dächer seien bereits wieder geschlossen worden. An den Straßenrändern lägen dagegen noch zerstörte Bäume und Trümmer, die nach und nach abgefahren werden müssten. Der Bürgermeister lobte die enorme Hilfsbereitschaft, die es in der Bevölkerung gebe. Freiwillige, Handwerker und Baufirmen seien pausenlos im Einsatz, um Schäden zu beheben. Dennoch werde es voraussichtlich noch Wochen dauern, bis alle Trümmer beseitigt seien.