Generalleutnant Pfeffer in Wunstorf: „Kein Grund zum Feiern“

Von dpa

Wunstorf - Der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Erich Pfeffer, hat den Soldaten der Evakuierungsmission für ihren schwierigen Einsatz in Afghanistan gedankt. „Der heutige Tag ist angesichts der dramatischen Lage in Afghanistan kein Grund zum Feiern. Aber, es ist ein Tag zur Würdigung der erfolgreichen Evakuierung von mehr als 5000 Menschen, ein Tag zur Würdigung Ihres extrem intensiven Einsatzes über nahezu zwei Wochen“, sagte Pfeffer am Freitagabend auf dem niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf vor den mit Waffen angetretenen Einsatzkräften, die in drei Maschinen gelandet waren.

„Gleichzeitig ist es äußerst schmerzhaft zu wissen, dass es uns in der begrenzten Zeit nicht gelungen ist und auch nicht gelingen konnte, alle zu evakuieren, die mit oder für Deutschland in Afghanistan gearbeitet haben“, sagte Pfeffer. „Trotzdem ist es ein Tag der Freude über die Rückkehr unserer Truppen aus Kabul. Doch diese Freude wird auch massiv getrübt durch die niederträchtigen Anschläge auf den Flughafen in Kabul des gestrigen Tages.“

Pfeffer würdigte den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten, darunter Fallschirmjäger aus Seedorf (Niedersachsen), das Kommando Spezialkräfte (KSK) aus Calw (Baden-Württemberg), Hubschrauberteams der Spezialkräfte der Luftwaffe aus Laupheim (Baden-Württemberg) sowie Militärpolizisten aus Berlin, Hilden und München sowie Soldaten aus anderen Standorten.