Ludwigslust-Parchim

Geplante Waldrodung: BUND legt Beschwerde gegen Gewerbegebiet an der A14 ein

In Mecklenburg-Vorpommern rollt der Verkehr auf der A14 schon lange. Bei Grabow plant die Kommune ein Gewerbegebiet an der Verkehrsader. Damit sind Umweltverbände nicht einverstanden, denn es soll Wald gerodet werden.

Die A14 mit der Autobahnbrücke über die Elde bei Grabow (Mecklenburg-Vorpommern).
Die A14 mit der Autobahnbrücke über die Elde bei Grabow (Mecklenburg-Vorpommern). Archivbild: Jens Büttner/dpa

Grabow (vs) - Auch gegen Vorhaben neben der Nordverlängerung der A14 regt sich weiter Widerstand von Umweltverbänden. Nun legten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) gegen die geplante Rodung eines Waldes bei Grabow (Ludwigslust-Parchim) Beschwerde ein. Dort soll ein Gewerbegebiet entstehen.

Aufgrund der Waldrodung befürchten die Naturschützer Auswirkungen auf den Wasserrückhalt und einen "schweren Artenverlust". Die BUND-Landesgeschäftsführerin in Mecklenburg-Vorpommern, Corinna Cwielag, betont zudem: „Die geplanten Ausgleichsflächen sind ein Flickenteppich von 0,1 Hektar bis maximal 10 Hektar Größe und können das nicht ausgleichen. Nach dem Landeswaldgesetz ist das unzulässig.“

Außerdem zweifelt der Umweltverband den Bedarf eines neuen Gewerbegebietes in der Region am Vierländereck Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an. So argumentiert der BUND, dass ein regionales Entwicklungskonzept belege, "dass bis 2030 ein Bedarf für maximal 40 Hektar Gewerbestandorte in der gesamten Region Ludwigslust – Neustadt-Glewe – Grabow besteht. Dieser Bedarf wird bereits mit den 2015 bestehenden Gewerbeflächen quantitativ abgedeckt".

Mehr zum Ausbau der A14 in Sachsen-Anhalt finden Sie auf unserer Themen-Seite.