Gesetzentwurf sieht Beratungsstelle für Prostituierte vor

Von dpa 01.07.2021, 14:14
Abgeordnete sitzen bei der Sitzung des Thüringer Landtages im Plenarsaal.
Abgeordnete sitzen bei der Sitzung des Thüringer Landtages im Plenarsaal. Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Erfurt - Mit einem geplanten Prostituiertenschutzgesetz soll in Thüringen dauerhaft eine Beratungsstelle für Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen eingerichtet werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am Donnerstag im Landtag beraten und in den Sozialausschuss überwiesen. Thüringen ist bisher das einzige Bundesland, das das Bundesprostituiertenschutzgesetz noch nicht in einem eigenen Gesetz aufgegriffen hat.

Das soll sich nun ändern. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass Prostituierte nicht mehr nach Weimar fahren müssen, um sich anzumelden. Stattdessen sollen wohnortnahe Anmeldungen möglich werden. Außerdem sollen keine Gebühren für Verwaltungsleistungen anfallen und die Beratungsstelle soll dauerhaft vom Land finanziert werden.