Gesundheitsminister offen für Diskussion über Massentests

Von dpa 02.06.2021, 14:47 • Aktualisiert: 02.06.2021, 14:56
Harry Glawe (CDU), der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern.
Harry Glawe (CDU), der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB

Schwerin - Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) ist offen für Gespräche über ein Zurückfahren der massenhaften Corona-Schnelltests bei weiter sinkenden Inzidenzen. „Aktuell ist ein kompletter Ausstieg noch zu früh“, sagte Glawe am Mittwoch. Schnelltests böten eine zusätzliche Sicherheit für Einheimische und Gäste im Land. „Es können aktuell zudem Bereiche geöffnet werden, wo der Abstand teilweise auch schwer eingehalten werden kann.“ Mit weiter sinkenden Inzidenzen müsse aber darüber diskutiert werden, wie mit den Schnelltests weiter umgegangen werde.

Politiker und Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern hatten zuvor den Sinn massenhafter Corona-Schnelltests in Zweifel gezogen. Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) forderte deren Zurückfahren und auch der Landrat von Vorpommern-Rügen Stefan Kerth (SPD) regte an, das Land solle seine Schnelltest-Strategie überdenken. Die Zahl der positiven Ergebnisse sei gering, während die Tests eine enorme Belastung für Einwohner, Touristen, Gastronomen und Hoteliers darstellten. Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern forderte eine wissenschaftliche Evaluation. Es müsse geklärt werden, ob die Massentests einen wirksamen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten.