Tourismus

Geteiltes Echo für Lösung für „Duhner Loch“ vor Neuwerk

Von dpa
Ein Blick auf das Priel "Duhner Loch" im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk.
Ein Blick auf das Priel "Duhner Loch" im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk. Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild

Cuxhaven - Die vom Land Niedersachsen in Aussicht gestellte Lösung für eine bessere Erreichbarkeit Neuwerks stößt bei den Insulanern und den Cuxhavener Wattwagenfahrern auf ein geteiltes Echo. „Es war klar, dass es diese Saison keine Verbesserung mehr geben würde“, sagte Inselwart Christian Griebel am Donnerstag. Aber für die nächste habe er damit gerechnet. „Ausbaden müssen das am Ende wir“, sagte er. Die Insulaner hätten finanzielle Einbußen, wenn Touristen nicht auf die Insel gelangten.

Auf dem Wattweg zwischen Cuxhaven und Neuwerk müssen Wattwagen und Trecker bei Niedrigwasser einen Priel passieren. Das „Duhner Loch“ wird seit Jahren tiefer und ist zum Teil unpassierbar. Die Stadt Cuxhaven hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass den Plänen über eine Verlegung des Wattweges und die Befestigung des Bodens von behördlicher Seite nichts mehr im Wege steht. Umweltminister Olaf Lies (SPD) habe eine Fertigstellung für Herbst 2022 angekündigt.

Griebel sagte, er habe damit bereits für Anfang 2022 gerechnet. Diesen Sommer sei das Durchkommen der Trecker mit Versorgungsgütern „eine Katastrophe“. „Wir haben auf der Insel schon Tauschhandel betrieben.“ Bei den Wattwagen sei die Situation etwas besser, da sie den Priel noch bei einer Tiefe von 1,30 Meter durchfahren könnten. „Bei den Treckern ist bei 90 Zentimetern die Schmerzgrenze.“

Der Cuxhavener Wattwagenfahrer Jan Brütt zeigte sich dagegen zufrieden mit den angekündigten Maßnahmen. Zwar wäre eine schnellere Umsetzung gut. „Aber besser spät, als gar nicht“, betonte Brütt.