Gewaltprävention im „Regenbogenkiez“ wird fortgesetzt

Von dpa
Andreas Geisel, Innensenator von Berlin, spricht bei einem Pressetermin im sogenannten Regenbogenkiez.
Andreas Geisel, Innensenator von Berlin, spricht bei einem Pressetermin im sogenannten Regenbogenkiez. Christophe Gateau/dpa

Berlin - Im Berliner Schwulen- und Partykiez in Schöneberg werden die Präventionsprojekte „Nachtbürgermeister“ und „Nachtlichter“ gegen Kriminalität und Gewalt weitergeführt. Die Unterstützung derartiger Projekte im sogenannten Regenbogenkiez und anderen Bezirken sei auch für die nächsten Jahre im Haushaltsplan eingestellt, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag bei einem Rundgang. Im kommenden Jahr will die Koalition aus SPD, Linken und Grünen zudem das Landespräventionsgesetz beschließen, um ähnliche Maßnahmen auf Landes- und Bezirksebene dauerhaft zu festigen.

In dem Schöneberger Stadtteil am Nollendorfplatz mit zahlreichen Kneipen der Schwulenszene und vielen Touristen kommt es besonders abends und nachts immer zu homosexuellenfeindlichen Übergriffen sowie Diebstählen und Überfällen. Außerdem gibt es Konflikte wegen des Lärms der feiernden Menschen mit Bewohnern. Das Team der „Nachtbürgermeister“ sowie Kiezstreifen, die „Nachtlichter“ genannt werden, sollen vorbeugend arbeiten. Sie sind Ansprechpartner vermitteln etwa bei Konflikten auf der Straße. Das Projekt des Bezirks startete vor mehr als einem Jahr. Alle Bezirke erhalten für derartige Zwecke seit 2017 jährlich 150 000 Euro über die Landeskommission Berlin gegen Gewalt.