Gothaer Landrat will zusätzliche Impfmöglichkeiten

Von dpa
In einem Impfzentrum liegen die Spritzen in einer Schale.
In einem Impfzentrum liegen die Spritzen in einer Schale. Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Gotha - Der noch besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene Kreis Gotha hat von der Landesregierung zusätzliche Impfkontigente gefordert. „Die Landesregierung lässt den bevölkerungsreichsten Landkreis nun im Stich“, kritisierte Landrat Onno Eckert (SPD) am Freitag. Bereits im April habe er sich erfolglos mit der Bitte um eine umfangreichere Impfung an die rot-rot-grüne Koalition in Erfurt gewandt.

Eckert erinnerte daran, dass es im März schon einmal für Landkreise mit damals hohen Inzidenzen Sonderzuteilungen gegeben habe. In einstigen Hotspots sei es gelungen, die Inzidenzwerte durch eine hohe Immunisierungsquote rapide zu senken und niedrig zu halten. Das müsse für den Landkreis Gotha auch ermöglicht werden, so der Landrat.

Der Kreis Gotha hat derzeit bundesweit die zweithöchste Inzidenz unter den Kommunen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Freitag in der Gothaer Region bei 114,2. Nur in Memmingen in Bayern lag der Wert noch höher - bei 151,9