Grüne für „Bildungsschutzschirm“: Unterstützung von Linker

Von dpa
Luise Neuhaus-Wartenberg (Die Linke), Landtagsabgeordnete im sächsischen Landtag.
Luise Neuhaus-Wartenberg (Die Linke), Landtagsabgeordnete im sächsischen Landtag. Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Dresden - Die Grünen haben mit Blick auf Corona einen Schutzschirm für die Bildung vorgeschlagen und damit Resonanz bei der Linken gefunden. Das am Dienstag vorgestellte Maßnahmenpaket, über das zuerst die „Sächsische Zeitung“ (online) berichtet hatte, sieht unter anderem vor, Wissenslücken der Schüler als Folge der Pandemie rasch zu schließen.

„Die systematische Aufarbeitung der Lernrückstände bleibt vordringlich Aufgabe der Schule, jedoch dürfen Lehrkräfte mit dieser Mammutaufgabe nicht alleine gelassen werden“, heißt es in einem Positionspapier der Grünen-Landtagsfraktion. So könnten etwa Freiwillige und Lehramtsstudierende Schüler einzeln oder in Kleingruppen gezielt unterstützen.

Die Grünen schlagen unter anderem vor, bis zum Schuljahresende und mindestens für das erste Halbjahr des neuen Schuljahres auf Vorgaben zur Zahl von Leistungserhebungen und Noten zu verzichten. Die Schulen brauchten mehr Schulsozialarbeiter und -psychologen, um den psychosozialen Folgen der Corona-Krise zu begegnen. Die Chance einer freiwilligen Wiederholung des Schuljahres müsse gewahrt bleiben, ohne das dies als „Sitzenbleiben“ angerechnet werde. Auch Schwimmunterricht sollte in allen Jahrgangsstufen dringend nachgeholt werden. Weitere Vorschläge betreffen Kitas und Hochschulen.

„Wir begrüßen die Vorschläge ausdrücklich und sind bereit, Seite an Seite mit der Grünen-Fraktion für bessere Bildungschancen in Sachsen zu kämpfen“, erklärte die Politikerin der Linken, Luise Neuhaus-Wartenberg, zu dem Vorstoß.