Kunst

Grüne für Neuauflage von Förderprogramm für Kulturschaffende

Von dpa

Hannover - Eine Neuauflage und Ausweitung der Förderung für solo-selbstständige Kulturschaffende in der Corona-Pandemie fordern die Grünen im niedersächsischen Landtag. Mitte Juli hatte die Landesregierung ein Stipendienprogramm gestartet. Antragssteller können bis zu 7200 Euro für die Entwicklung und Produktion künstlerischer Projekte beantragen, die in einem Zeitraum von einem Monat bis sechs Monaten umgesetzt werden. Die nur einmonatige Ausschreibungsfrist sei dabei - zumal in der Sommerzeit - deutlich zu knapp geraten und der Etat von zwei Millionen Euro falle im Ländervergleich sehr niedrig aus, monieren die Grünen.

Der Arbeitskreis niedersächsischer Kulturverbände hatte das Stipendienprogramm massiv kritisiert. Trotz Fristverlängerung bis Ende August sei offenbar nur die Hälfte der zwei Millionen Euro abgeschöpft wurden. Der Grund seien eklatante Mängel bei den Antragsbedingungen. So würden lediglich externe Kosten wie Fahrtkosten oder Aufträge an andere Künstler und Künstlerinnen erstattet. Die Arbeitszeit etwa für die Produktion eines Musikalbums oder anderer künstlerische Produkte werde nicht gefördert.

Die Grünen fordern eine Neuauflage und Ausweitung des Stipendiums zu einem echten Förderprogramm und haben eine Unterrichtung im Fachausschuss des Landtags beantragt. Er kommt am Montag (6. September) erstmals nach der Sommerpause zusammen. „Nach monatelangem Nichtstun hat die Landesregierung auf die Hilferufe der Kunst- und Kulturschaffenden lediglich mit einer Mogelpackung reagiert. Das Stipendienprogramm für die Kulturschaffenden geht völlig am realen Bedarf vorbei“, sagte die kulturpolitische Sprecherin Eva Viehoff.