Grüne wollen Gemeinden an Erträgen der Windkraft beteiligen

Von dpa
Windräder drehen sich in einem Windpark.
Windräder drehen sich in einem Windpark. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Schwerin - Die Bündnisgrünen wollen die Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern an den Gewinnen der Windkraft vor Ort besser beteiligen, um die Akzeptanz zu erhöhen. Denkbar sei eine Beteiligung in Höhe von zwei Prozent der Erträge, sagte der Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen zur Landtagswahl am 26. September, Harald Terpe, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien müsse wieder Fahrt aufnehmen, um die Klimaziele zu erreichen. Ihm sei bewusst, dass es im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern Widerstände gegen immer mehr Windräder gebe. Es zeige sich aber, dass die Akzeptanz dort größer sei, wo die Menschen an den Erträgen beteiligt seien.

Zu klären werde sein, ob die angestrebte Beteiligung per Bundes- oder Landesgesetz verankert werden müsse. Dabei müsse zudem geregelt werden, dass eine solche Ertragsbeteiligung auch beim Repowering eingeführt werden könne, also dem Aufrüsten veralteter Windanlagen.

Das Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz des Landes MV habe bisher kaum positive Ergebnisse gebracht, weil es nicht konsequent vorangebracht werde, kritisierte Terpe. Überhaupt habe die Politik in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Bedingungen für Investitionen in Windkraft aktuell unattraktiv seien. Das müsse geändert werden. „Man muss es ernst meinen“, meinte Terpe.