Günther: Bezirke sollten Verkehrswende ernster nehmen

Von dpa
Regine Günther (Grüne) bei einem Termin.
Regine Günther (Grüne) bei einem Termin. Paul Zinken/dpa/Archivbild

Berlin - Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther hat bei der Verkehrswende in der Hauptstadt mehr Engagement der Bezirke gefordert. „Entweder wir zentralisieren und bauen in meinem Haus die Ressourcen dafür auf - oder die Bezirke stellen sich anders auf“, sagte die Grünen-Politikerin im Interview der Tageszeitung „nd.DerTag“ (Mittwoch). „Wenn weder das eine noch das andere passiert, bleibt die Verkehrswende unter ihren Möglichkeiten.“

Als positives Beispiel nannte sie den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, wo während der Corona-Pandemie zahlreiche Pop-up-Radwege realisiert worden seien. „Senat und Bezirk teilen sich hier die Zuständigkeiten. Dieser Erfolg basierte auf der schnellen und guten Kooperation beider Verwaltungen“, sagte Günther. „Friedrichshain-Kreuzberg hat gezeigt, was geht, wenn alle Seiten ihr Bestes geben“, so die Grünen-Politikerin.

„Ich würde das liebend gern in allen anderen Bezirken genauso machen“, so die Senatorin. „Aber wenn mir dann geschrieben wird, es gebe so viele Autos auf der Straße und da habe man keinen Platz für Radwege - dann kommen wir nicht weiter.“