Agrar

Günther sagt Bauern Hilfe bei Kampf gegen Gänsefraß zu

Von dpa 03.09.2021, 11:28
Ministerpräsident Daniel Günther.
Ministerpräsident Daniel Günther. Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Rendsburg - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat Landwirten an der Nordseeküste Hilfe zugesagt, deren Felder von Gänsen kahlgefressen werden. „Wir sind uns einig darin, dass wir eine Bestandsreduktion brauchen“, sagte der CDU-Politiker am Freitag auf dem Landesbauerntag in Rendsburg. Eine wichtige Rolle spiele dabei eine Wegnahme von Eiern. Die Regierung wolle alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Zahl der eingesammelten Eier von an der Westküste brütenden Nonnengänsen zu erhöhen.

„Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Abschussanträge bei der Nonnengans zu beschleunigen und - das betonte ich - die jagdrechtlichen Regelungen weiter anzupassen“, sagte Günther. Das Land wolle die Landwirte auch bei der Beseitigung nicht verwertbarer Kadaver unterstützen. Bereits Ende vergangenen Jahres seien die Antragsverfahren für Abschussgenehmigungen erleichtert worden. „Es wurden erstmals - trotz Corona und Geflügelpest - über 2000 Nonnengänse geschossen.“

Früheren Angaben des Bauernverbands zufolge entstehen den Landwirten im Norden durch Gänsefraß jährliche Schäden von geschätzt acht Millionen Euro. Ende 2020 hatten Schleswig-Holsteins Bauern deshalb eine deutliche Verkleinerung der Bestände von Nonnen- und Weißwangengänsen gefordert.