Guter Start für Metzler: Dividendenentscheidung im Herbst

Die Privatbank Metzler hat die Corona-Krise bislang ohne größere Rückschläge durchgestanden. Das Traditionshaus berichtet von gut laufenden Geschäften. Die Entscheidung über eine Dividende wird jedoch noch einmal vertagt.

Von dpa

Frankfurt/Main - Nach Zuwächsen im Corona-Jahr sieht sich die Frankfurter Privatbank Metzler 2021 weiter im Aufwärtstrend. „Wir sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet: Das lebhafte Neugeschäft zieht sich durch alle unsere Geschäftsbereiche“, teilte Emmerich Müller, persönlich haftender Gesellschafter des 1674 gegründeten Traditionshauses, am Mittwoch mit.

Das in Familienbesitz befindliche Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co KGaA mit mehr als 800 Mitarbeitern verdient sein Geld unter anderem in der privaten Vermögensverwaltung und zunehmend im Pensionsmanagement für Unternehmen. „Die Erfahrungen in der Pandemie haben gezeigt, dass wir mit unserer vorsichtigen Geschäftsphilosophie und unseren Geschäftsfeldern auch in einem solchen Umfeld gut aufgestellt sind“, bilanzierte Müller.

Üblicherweise schüttet das Bankhaus an seine Eigentümer 2,3 Millionen Euro Jahresdividende aus. Ob dies nach einem Verzicht im vergangenen Jahr 2021 wieder der Fall sein wird, soll nach Angaben eines Sprechers erst im Herbst entschieden werden. Ende Januar hatte sich Müller im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zuversichtlich geäußert, dass die Ausschüttung schon im Frühjahr fließen kann.

Angesichts möglicher weiterer Belastungen infolge der Pandemie hatten die Aufseher von Europäischer Zentralbank (EZB) und deutscher Finanzaufsicht Bafin Banken aufgefordert, ihr Geld zusammenzuhalten. Die EZB, die die größten Banken und Bankengruppen im Euroraum direkt beaufsichtigt, forderte die Institute im Dezember auf, möglichst noch bis Ende September 2021 keine Dividenden auszuschütten und auf Aktienrückkäufe zu verzichten. Auch die Bafin mahnte Deutschlands Banken weiter zur Zurückhaltung bei der Auszahlung von Dividenden.