Hamburgs Sozialsenatorin kündigt weitere Kita-Öffnungen an

Hamburg will weitere Corona-Regeln lockern. Auch bei den Kitas sind wohl weitere Schritte geplant, sagt Sozialsenatorin Leonhard. Und sie hält es für eine vernünftige Entscheidung, dass Impfstoff für Kinder nicht zurückgehalten werden soll.

Von dpa
Melanie Leonhard (SPD), Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration von Hamburg.
Melanie Leonhard (SPD), Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration von Hamburg. Markus Scholz/dpa/Archivbild

Hamburg - Nach Angaben von Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) sind für Hamburg angesichts rückläufiger Corona-Zahlen weitere Öffnungsschritte auch bei Kitas geplant. „Klar ist, es wird weitere Öffnungen bei dem Thema Schule geben, es wird weitere Betriebsöffnungen für das Thema Kita geben. Wir wollen im Sport mehr möglich machen - draußen und drinnen, jetzt auch mehr für Erwachsene und größere Gruppen für Kinder“, sagte Leonhard am Freitag dem Radiosender NDR Info. Der Hamburger Senat will an diesem Freitag über weitere Lockerungen entscheiden. Die Öffnung von Hotels und Ferienwohnungen soll ebenfalls besprochen werden. „Und auch zum Beispiel bei der Beherbergung wollen wir wieder einiges möglich machen.“

Mit Blick auf die geplanten Corona-Schutzimpfungen für Kinder ab 12 Jahren - im Falle einer Zulassung - sei es die richtige Entscheidung, dass für die Mädchen und Jungen zunächst kein Impfstoff reserviert werde. „In diesem Fall finde ich das richtig. Die Reservierung wäre ja erfolgt auf Kosten anderer Impfungen.“ Es sei aufgrund der derzeit geringen Liefermengen lediglich möglich gewesen, die Mengen bei den Kontingenten der Haus- und Betriebsärzte abzuziehen. Das sei deshalb die vernünftige Entscheidung gewesen.

Das bedeute gleichzeitig allerdings auch, dass nach einer Zulassung des Corona-Impfstoffes für Kinder noch mehr Menschen um die gleiche Impfstoffmenge konkurrieren werden. „Insofern wird es mit den Kinderimpfungen sehr langsam gehen, und das wird viele wahrscheinlich unzufrieden machen.“

Dass derzeit nicht deutlich mehr geimpft werde, liege ausschließlich daran, dass es nicht genügend Impfstoff gebe. Hamburg hoffe aber auf eine Ausgleichslieferung im Juli, nachdem die Hansestadt zuletzt gemessen am Bevölkerungsdurchschnitt weniger Impfstoff erhalten und zudem für Grenzländer auf Impfdosen verzichtet hatte. Derzeit seien alle 17 000 Erstimpfungs-Termine für Juni vergeben. „Wenn wir dann unsere Ersatzlieferungen bekommen, können wir neue Termine vergeben. Vorher geht das leider nicht“, sagte Leonhard weiter.