Hartmannbund fordert Internetportal für Impfwillige

Von dpa
Eine Arzthelferin impft eine Patentin mit einer Spritze.
Eine Arzthelferin impft eine Patentin mit einer Spritze. Ole Spata/dpa/Symbolbild

Berlin - Der Ärzteverband Hartmannbund hat der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) ein Internetportal für Impfwillige vorgeschlagen. Die ungleichmäßigen Impfstoffbelieferungen und der damit verbundene hohe organisatorische Aufwand, Patienten zu bündeln, umzubestellen oder ihnen abzusagen, stellten die niedergelassenen Ärzte vor erhebliche Probleme, kritisierte der Berliner Landesverband am Freitag. Ein geregelter Praxisablauf werde zunehmend infrage gestellt.

In einem offenen Brief an die SPD-Politikerin regte die Ärztevertretung an, ein datengeschütztes Portal aufzubauen, in dem sich Impfwillige freiwillig registrieren können. Darauf sollen die Impfpraxen zugreifen und je nach Impfstofflieferung zusätzlich Patienten einbestellen. So lasse sich die oft chaotische Anmeldelage per Telefon vermeiden, argumentierte der Hartmannbund - und die Organisation der Impfprozesse ließe sich einfacher steuern.