Häufung bestimmter Krebserkrankungen wird untersucht

Von dpa
Das Ortsschild von Friedland im Landkreis Göttingen.
Das Ortsschild von Friedland im Landkreis Göttingen. picture alliance / dpa/archivbild

Friedland - Eine auffällige Häufung von bestimmten Krebserkrankungen in der Gemeinde Friedland im Landkreis Göttingen soll weiter untersucht werden. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) habe eine Einschätzung zu Machbarkeit und Erfolgsaussichten einer vertiefenden Bewertung erstellt, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage mit. Über die nächsten Schritte sollen die kommunalen Behörden vor Ort entscheiden.

Die Stadt Göttingen hatte am Montag mitgeteilt, dass das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) bei einem routinemäßig durchgeführten Krebs-Monitorings eine statistische Häufung festgestellt habe. Von 2008 bis 2018 traten demnach 54 neu diagnostizierte Non-Hodgkin-Lymphome auf, zu denen auch Multiple Myelome und Chronisch Lymphatische Leukämien gezählt werden. Statistisch wären 33 Fälle zu erwarten gewesen, hieß es.

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, ob diese Häufung ein zufälliges Ereignis ist oder ob es einen spezifischen auslösenden Faktor gibt“, teilte die Stadt mit. „Jetzt gilt es, in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt und dem EKN die nächsten Schritte zu planen, um eventuell Hinweise auf mögliche gemeinsame Ursachen dieser ungewöhnlichen Häufung zu erhalten“, sagte Eckart Mayr, Leiter des Gesundheitsamts für die Stadt und den Landkreis.