Hauseinbruchserie um Wolgast: Gericht prüft Haftbefehle

Von dpa
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Greifswald - Im Zusammenhang mit einer monatelangen Einbruchserie bei Wohn- und Ferienhäusern im Norden des Landkreises Vorpommern-Greifswald werden nun Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige geprüft. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch erklärte, sollen die beiden 26 und 57 Jahre alten Tatverdächtigen dem zuständigen Richter am Amtsgericht Greifswald vorgeführt werden. Der 26-Jährige war nach wochenlangen Ermittlungen am Dienstagfrüh auf offener Straße in Trassenheide auf der Insel Usedom, der Ältere später in der Region Wolgast gefasst worden.

Seit September 2020 waren zwischen Greifswald, Wolgast, Trassenheide und Zinnowitz 75 Einbrüche verübt worden. Bei einem Teil der Fälle schliefen die Bewohner, während Einbrecher Zimmer durchwühlten und Bargeld, Schmuck und technische Geräte mitgehen ließen. Manche Bewohner waren unterwegs. Der Gesamtschaden wird auf 130.000 Euro geschätzt. Davon entfällt knapp die Hälfte auf mehr als 30 Einbrüche im Norden der Insel Usedom.

Bei Durchsuchungen wurden Teile der Beute und Beweismittel sichergestellt. Es wird wegen Diebstahls im besonders schweren Fall ermittelt. Das Motiv für die Einbrüche sei noch unklar.