Haushaltspolitiker geben 13 Millionen Euro für Schüler frei

Von dpa 08.07.2021, 12:59
Euro-Geldscheine liegen auf einem Tisch.
Euro-Geldscheine liegen auf einem Tisch. Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Potsdam - Die Haushaltspolitiker im Brandenburger Landtag haben grünes Licht für zusätzliche 13 Millionen Euro Landesmittel für ein Corona-Aufholprogramm für Schülerinnen und Schüler gegeben. Die Mehrheit des Haushaltsausschusses stimmte am Donnerstag für die Kofinanzierung von Bundesmitteln durch das Land in dieser Höhe für dieses Jahr.

„Wir sind gerade im Planungsprozess“, sagte Bildungsstaatssekretärin Ines Jesse. Bei dem Programm geht es um das Aufholen von Lernrückständen, aber auch um sozialpädagogische Unterstützung für Kinder und Jugendliche und mehr Ferien- und Freizeitangebote.

Der AfD-Finanzpolitiker Andreas Galau kritisierte, dass noch kein konkretes Konzept vorliege. „Was ist, wenn wir im Herbst einen vierten Lockdown bekommen und in den Schulen (...) das Chaos ausbricht?“, fragte er. „Das ist mir alles viel zu unkonkret hier.“

Nach bisherigen Angaben von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) stehen für die nächsten beiden Schuljahre 68,7 Millionen Euro zur Verfügung - davon sollen 38,7 Millionen vom Bund kommen, während Brandenburg 30 Millionen Euro aus dem Corona-Rettungsschirm beisteuern will.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Jörg Vogelsänger (SPD) sieht das Programm nicht nur wichtig für das Aufholen von Lernrückständen. „Manche Kinder haben durch die soziale Isolation oder im schlimmsten Fall durch die häusliche Gewalt ganz andere Sorgen als ihre eventuell entstandenen Lernlücken“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.