Hockey-Nationalspieler Fürste klar für Olympia-Ausrichtung

Von dpa

Hamburg - Der frühere Hockey-Nationalspieler Moritz Fürste hat sich trotz der Corona-Pandemie klar für die Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio ausgesprochen. „Ich bin der Meinung, dass wir uns in einem Stadium der Pandemie befinden, in dem wir Olympia oder generell Großveranstaltungen statistisch sicher und unproblematisch durchführen können“, sagte der 36 Jahre alte Hamburger in einem Spox-Interview (Mittwoch). „Mit der entsprechenden Impfquote, mit Quarantäneregelungen, mit Tests, mit einer Bubble - dann ist das möglich“, fügte der zweimalige Olympiasieger (2008 und 2012) und Olympia-Dritte von 2016 hinzu.

Er habe zwar Verständnis für jede individuelle Betrachtung, sei es von Sportlern, Journalisten oder Funktionären, die nicht nach Tokio reisen, sagte Fürste. Aber: „Die Olympischen Spiele können und müssen stattfinden. Wir reden über das größte Sportfestival der Welt, das ganz vielen Sportarten eine Bühne und Aufmerksamkeit gibt“, erklärte Fürste. Es sei Fakt, dass viele olympische Sportarten nur alle vier Jahre diese Plattform bekommen. „Aber wenn es Olympia nicht mehr gibt, bekommen sie diese Plattform gar nicht mehr. Diese Bedeutung ist nicht zu unterschätzen für die Sportkultur in unserem Land.“

Daher werde man auch „keinen einzigen Hockey-Spieler finden, der nicht nach Tokio fahren will“, sagte der Welthockeyspieler von 2012. Zudem verstehe er grundsätzlich nicht, „warum bei den Olympischen Spielen die ganze Zeit das Corona-Thema diskutiert wird, während es bei der Fußball-EM aus meiner Sicht immer nur eine Randnotiz war. Dabei ist das Thema dort mit zwölf Ländern und der ganzen Reiserei viel größer. Das ärgert mich“, stellte Fürste fest.