Hospizhelfer konnten weniger Menschen beim Sterben begleiten

Von dpa 01.07.2021, 16:42
Eine Hospizmitarbeiterin hält die Hand eines todkranken Menschen, der im Hospiz im Bett liegt.
Eine Hospizmitarbeiterin hält die Hand eines todkranken Menschen, der im Hospiz im Bett liegt. Felix Kästle/dpa/Archivbild

Dresden - Ambulante Hospizdienste haben im vergangenen Jahr weniger Menschen beim Sterben begleitet. Wurden für 2019 noch 3354 abgeschlossene Sterbebegleitungen in Sachsen gemeldet, waren es 2020 nur noch 2971, wie aus Zahlen der gesetzlichen Krankenkassen vom Donnerstag hervorgeht. Als Grund für den Rückgang wurde auf die strengen Vorgaben in Pflegeheimen und bei Hausbesuchen wegen der Corona-Pandemie verwiesen - auch um Ehrenamtliche selbst nicht zu gefährden. Dies habe nur teilweise durch telefonische Kontakte ausgeglichen werden können, hieß es. Rund 2270 qualifizierte Helfer haben sich 2020 ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagiert.

Insgesamt fördern die Krankenkassen in Sachsen dieses Jahr 47 ambulante Hospizdienste mit rund 5,4 Millionen Euro. Das seien 265.000 Euro mehr als im Vorjahr, teilte die Kassen mit. Mit dem Geld werden etwa Aus- und Weiterbildungen finanziert, aber auch Sachkosten.