Gesundheit

Hunderte Experten wollen über Covid-19-Behandlung beraten

Von dpa

Weimar - Hunderte internationale Wissenschaftler und Ärzte kommen ab heute (09.00) in Weimar zusammen, um sich über die Behandlungsmöglichkeiten für Covid-19-Patienten auszutauschen. Zum dreitägigen internationalen Sepsis-Kongress erwarten die Veranstalter knapp 500 Teilnehmer.

„Patienten mit schwerer Covid-19-Erkrankung haben per Definition auch eine Sepsis“, sagte der Generalsekretär der Deutschen Sepsisgesellschaft, Frank Brunkhorst, vorab. Ungewöhnlich sei, dass bei Corona ein Virus die Sepsis auslöse. Das erfordere auch andere Behandlungsmethoden, an denen weltweit intensiv geforscht werde. Ergebnisse sollen auf der Konferenz vorgestellt werden.

Für den als hybride Veranstaltung angesetzten Kongress seien insbesondere die Teilnehmer aus Europa anwesend. Probleme gebe es jedoch für die Kolleginnen und Kollegen aus einigen osteuropäischen Ländern, sagte Brunkhorst: „Die Kollegen sind nicht in der Lage zu kommen, weil sie sich um ihre Patienten kümmern müssen.“ Dort merke man derzeit, dass sich die Intensivstationen wieder füllen.

Eine Sepsis ist der schwerste Verlauf einer Infektion. Sie entsteht, wenn das Immunsystem eine lokale Infektion nicht mehr aufhalten kann und die Erreger in den Blutkreislauf gelangen. Im Volksmund ist sie auch als Blutvergiftung bekannt. Sie kann zu Multiorganversagen und letztlich zum Tod führen. Nach Angaben der Sepsisstiftung sterben daran jährlich 75 000 Menschen in Deutschland.