Gesundheit

Im RDC-Nachtexpress nach Sylt gilt künftig 3G-Regel

Von dpa 03.09.2021, 15:02
Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Coronavirus.
Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Coronavirus. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Westerland - Das private Bahnunternehmen RDC führt die sogenannte 3G-Regel zum 9. September in ihrem Fernzug nach Sylt ein. Ab dann müssen alle Fahrgäste ab 12 Jahren im Alpen-Sylt Nachtexpress entweder gegen Covid-19 geimpft, bereits genesen oder getestet sein, wie das Unternehmen am Freitag ankündigte. Im laufenden Reisejahr würden zudem Tickets für Schlaf- und Liegewagen weiter ausschließlich für Privatabteile angeboten. Fahrgäste reisen darin ohne Zustieg fremder Dritter.

Die Menschen brauchten Planungssicherheit beim Buchen ihrer Reisen, sagte RDC-Geschäftsführer Markus Hunkel. „Gern greifen wir daher den Wunsch der Bundesregierung auf, die 3G-Regel auch in Fernzügen umzusetzen. Zumal das organisatorisch und technisch mittlerweile für uns kein Hexenwerk mehr ist und Reisende diese Nachweise für Hotels und Gastronomie ohnehin benötigen.“

Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine 3G-Regel zum Schutz vor Corona-Ansteckungen in Fernzügen trotz Bedenken aus Ministerien weiter für eine „mögliche und sinnvolle Maßnahme“. Verkehrs-, Gesundheits- und Innenministerium haben in einem gemeinsamen Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, erhebliche Bedenken gegen die 3G-Regel bei Bahnreisen geltend gemacht. Darin wird argumentiert, es gebe keinen Schwerpunkt im öffentlichen Personenverkehr bei Corona-Infektionen, die einem Ausbruch zugeordnet werden könnten.