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  7. Soziales: Immer weniger Menschen leisten Bundesfreiwilligendienst

SozialesImmer weniger Menschen leisten Bundesfreiwilligendienst

Sie helfen im Kindergarten, im Krankenhaus oder im Natur- und Umweltschutz - der Bundesfreiwilligendienst bietet für junge Menschen die Chance, sich zu erproben. Die Zahl der Freiwilligen geht im Freistaat allerdings zurück.

Von dpa Aktualisiert: 26.01.2023, 23:03
Im einem Seniorenheim betreut ein junger Mann einen Mann im Rollstuhl.
Im einem Seniorenheim betreut ein junger Mann einen Mann im Rollstuhl. Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Erfurt - Die Anzahl der Bundesfreiwilligen ist in Thüringen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Durchschnittlich engagierten sich auf die Weise 1243 Frauen und Männer, wie aus einer Statistik des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) hervorgeht. Im Vorjahr hatte die Zahl noch bei 1315 gelegen. Das entspricht einem Rückgang von 72 Freiwilligen oder rund 5,5 Prozent.

Seit mittlerweile vier Jahren leisten im Freistaat mit jedem Jahr weniger Menschen Bundesfreiwilligendienst. 2018 waren es noch 1898. 2022 waren demzufolge rund 34,5 Prozent weniger „Bufdis“ im Einsatz als vier Jahre zuvor. Den bisherigen Höchststand verzeichnet das BAFzA im Jahr 2014, als mit durchschnittlich 2933 mehr als doppelt so viele Thüringerinnen und Thüringer den gemeinnützigen Dienst absolvierten wie zuletzt. Der Bundesfreiwilligendienst war nach dem Aussetzen der Wehrpflicht 2011 auf den Zivildienst gefolgt.

Unter den Freiwilligen sind Menschen aus verschiedenen Altersgruppen. Ende Dezember 2022 waren laut BAFzA 508 Freiwillige jünger als 27 Jahre, 350 waren zwischen 27 und 50, 300 zwischen 51 und 65 Jahre alt. Älter als 65 Jahre waren 54 Bundesfreiwillige. Deutlich mehr Freiwillige waren weiblich (649) als männlich (563).

Der Bundesfreiwilligendienst dauert gewöhnlich zwölf, mindestens aber sechs und höchstens 18 Monate. Die Freiwilligen engagieren sich in Einrichtungen wie Kitas, Krankenhäusern oder Altenheimen. Einsätze im Umwelt-, Kultur-, Bildungs- oder im Sportbereich sind ebenfalls möglich. Die „Bufdis“ erhalten ein Taschengeld und sind automatisch renten-, unfall-, kranken-, pflege- und arbeitslosenversichert. Hinzu kommen kostenlose Seminare und eine umfangreiche Betreuung.