Corona-bekämpfung

Impfstart für Obdachlose in Hannover

In Hannover wurden in den vergangenen Tagen mehrere hundert Wohnungslose geimpft. 400 Personen hatten sich gemeldet – 250 Impfdosen standen zur Verfügung.

Erster beim Impfen war der 43-jährige Helmut, der mit seinem Hund Asko kam. Screenshot aus Video

Hannover. Wohnungs- und obdachlose Menschen haben in den vergangenen Tagen eine Erstimpfung gegen Covid-19 erhalten. Die Zusammenfassung gibt es im epd-Video. Schon am frühen Morgen hätten mehr als 100 Menschen in einer langen Schlange gewartet, teilte der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover am 15. April mit. 250 Impfdosen seien vorrätig gewesen. Insgesamt wollten rund 400 wohnungs- und obdachlose Menschen eine Impfung gegen Covid-19 erhalten, weitere Impfdosen seien bereits angefragt. 

Zwei Impfteams waren im Einsatz

Erster beim Impfen war der 43-jährige Helmut, der mit seinem Hund Asko kam. „Ich fühle mich erleichtert. Die Impfung bedeutet für mich, dass ich mich nun freier bewegen und unbeschwerter sein kann“, sagte er nach der Erstimpfung. Er könne sich seiner Familie wieder nähern. Die Pandemie habe sein Leben verändert: „Alles ist weggebrochen. Auch der Freundeskreis.“

„Ich fühle mich erleichtert. Die Impfung bedeutet für mich, dass ich mich nun freier bewegen und unbeschwerter sein kann.“

Helmut S., lebt auf der Straße

Geimpft wurden die Menschen im Kontaktladen "Mecki", einer Einrichtung des Diakonischen Werks. Zwei Impfteams waren im Einsatz. „Für die Menschen ist es wichtig, dass sie heute den Impfstoff erhalten“, sagte Pascal Allewelt, Sozialarbeiter im Kontaktladen. „Es ist ein großer organisatorischer Aufwand, aber es lohnt sich.“ Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes betonte, es gehe „um Menschen, denen es wirklich schlecht geht“.