Innenministerin und DLRG mahnen zu Wachsamkeit beim Baden

Von dpa
Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Inneres, spricht.
Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Inneres, spricht. Frank Molter/dpa

Kiel - Nach mehreren tödlichen Unfällen in den vergangenen Tagen haben Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack und die Lebensrettungsgesellschaft DLRG zur Vorsicht beim Baden aufgerufen. „Das ist entsetzlich“, sagte Sütterlin-Waack (CDU) am Donnerstag in Kiel angesichts der jüngsten Todesfälle. In Schleswig-Holstein und Hamburg waren mehrere Kinder und Jugendliche in Flüssen und Seen tödlich verunglückt. „Überschätzen Sie sich nicht, achten Sie aufeinander und insbesondere auf Kinder!“, sagte Sütterlin-Waack. „Und beachten Sie unbedingt die Hinweise der Rettungsdienste!“

Allein in den letzten zwei Wochen hätten vier Kinder in Schleswig-Holstein ihr Leben im Wasser verloren, sagte DLRG-Landespräsident Jochen Möller. Die Hauptgefahren lägen in den Binnengewässern. Nur sechs Prozent aller Ertrinkungsfälle ereigneten sich an den Küsten von Nord- und Ostsee. Das Baden in strömenden Gewässern mit regem Schiffsverkehr solle vermieden werden, sagte Möller. „Schwimmen in der Elbe ist so, als wenn Sie auf der Autobahn A7 oder A1 spielen - es ist einfach lebensgefährlich.“ Am Samstag war bei Kollmar ein neun Jahre altes Mädchen beim Baden in der Elbe in eine Strömung geraten und im Wasser verschwunden. Am Dienstag wurde seine Leiche gefunden.