Insolvenzantrag für Hamburger Werft Pella Sietas angekündigt

Von dpa
Werftarbeiter arbeiten in einer Halle auf dem Gelände der Pella Sietas Werft.
Werftarbeiter arbeiten in einer Halle auf dem Gelände der Pella Sietas Werft. Christian Charisius/dpa/Archivbild

Hamburg - Die traditionsreiche Hamburger Werft Pella Sietas hat für heute den Gang zum Insolvenzgericht angekündigt. „Die durch die Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpässe und die dramatische wirtschaftliche Situation im deutschen Schiffbau haben leider zur Zahlungsunfähigkeit geführt“, teilte die Prokuristin Natallia Dean am Mittwoch auf Anfrage der dpa mit. Zuständiges Gericht für Insolvenzen ist in der Hansestadt das Amtsgericht Hamburg.

Die Insolvenz der Pella Sietas GmbH betrifft nach ihren Angaben rund 350 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie etwa 300 Leih- und Werkvertragsarbeiter, die bereits seit Monaten auf ihr Entgelt warten. Kündigungen sind nach Deans Angaben „derzeit nicht“ geplant. Sie äußerte sich „überzeugt, dass Pella Sietas eine Zukunft hat“. Die Werft verfüge über „eine hervorragende Auftragslage für die kommenden Jahre. „Das ist eine gute Grundlage, auf der wir aufbauen können.“