Internet-Liebesbetrug: Mann büßt mehr als 38 000 Euro ein

Von dpa
Ein Mann sitzt vor einem Laptop und hält ein Handy in der Hand.
Ein Mann sitzt vor einem Laptop und hält ein Handy in der Hand. Zacharie Scheurer/dpa-tmn/Symbolbild

Woldegk - Ein Rentner aus der Region Woldegk (Mecklenburgische Seenplatte) hat in einem Liebesbetrugsfall via Internet mehr als 38 000 Euro verloren. Wie eine Sprecherin der Polizei am Dienstag in Neubrandenburg erklärte, hatte der 81 Jahre alte Mann über soziale Medien eine angebliche Stella Miller aus Oklahoma in den Vereinigten Staaten kennengelernt. Die angeblich etwa 40 Jahre alte Frau habe sich seit Jahresbeginn das Vertrauen des Mannes erschlichen und dann angegeben, dass sie 500 Millionen Dollar von ihrem Vater geerbt hat, aber ohne seine Hilfe nicht an das Erbe kommt. 

Dann seien dem Rentner mit großem Aufwand unter anderem Dokumente übersandt worden, die den Anschein von Seriösität erweckten. Dabei hätten die Betrüger - wie auch in anderen Fällen - ein Foto eines indisch-kanadischen Models verwendet. Schließlich wurde der 81-Jährige dazu gebracht, dass er Überweisungen auf amerikanische und französische Konten veranlasste sowie Gutscheinkarten erwarb, so dass sich der Verlust auf mehr als 38 000 Euro summierte.

Erst als die Forderungen nicht endeten, sei der Mann misstrauisch geworden und habe Anzeige erstattet. Die Polizei riet dringend dazu, unter anderem Fotos solcher Liebesbetrüger im Internet per Suchmaschinen zu überprüfen, da oft Model-Fotos verwendet würden. Mit Trickbetrug wurden im Ostteil Mecklenburg-Vorpommerns bisher 2021 rund 900 000 Euro erbeutet, davon 160 000 Euro in 16 Fällen von Liebesbetrug.