Inzidenzunabhängige Öffnung in Sachsen

Von dpa
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nimmt an einer Kabinettspressekonferenz teil.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nimmt an einer Kabinettspressekonferenz teil. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden - Der Freistaat Sachsen will in der Corona-Pandemie künftig alles geöffnet lassen. Geschäfte, Einrichtungen, Veranstaltungen seien inzidenzunabhängig zugänglich, unter bestimmten Schutzmaßnahmen, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden. Das sei die wichtigste Botschaft der neuen Corona-Schutzverordnung, die das Kabinett beschlossen habe. Diese gelte vom 26. August bis einschließlich 22. September und sieht ab einem gewissen Infektionsgeschehen nötige Einschränkungen vor - mit nur noch zwei Stufen: 10 und 35.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens bekommt laut Köpping die Bettenbelegung größere Bedeutung als bisher. Der Freistaat hat mit dem Betten-Indikator bereits seit März kein reines Inzidenzmodell mehr. Seitdem ist die Bettenbelegung mit Covid-19-Patienten auf Normalstationen der Krankenhäuser ein Indikator, seit Mitte Juni auch die auf den Intensivstationen.

Momentan hat Sachsen mit aktuell 14,7 noch die bundesweit zweitniedrigste Inzidenz, sagte Köpping. Auch die Lage in den Krankenhäusern sei nach wie vor entspannt. Sie rechnet allerdings damit, dass die Zahlen auch im Freistaat wieder steigen.