Jedes zweite neue Wohnhaus mit erneuerbarer Energie beheizt

Von dpa
Windräder drehen sich nach Sonnenuntergang in einem Windpark.
Windräder drehen sich nach Sonnenuntergang in einem Windpark. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Erfurt - Erneuerbare Energien gewinnen als Heizungsquelle in neuen Wohnhäusern in Thüringen weiter an Bedeutung. Mit gut 51 Prozent nutzt mehr als jedes zweite der im vergangenen Jahr errichteten 2141 Wohngebäude Energieträger wie Erdwärme, Sonne, Luft oder Holz zum Heizen, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Ein Jahr zuvor lag der Anteil der als klimafreundlich geltenden erneuerbaren Energien als Heizung für Neubauten bei rund 47 Prozent, bezogen auf 1836 Gebäude.

Besonders beliebt sind nach Angaben der Statistiker Heizungsanlagen, die Wärme aus dem Wasser oder der Luft beziehen. Mehr als drei Viertel der klimafreundlich beheizten Wohngebäude nutzen diese Energieträger. Geothermieanlagen, die Erdwärme nutzen, haben einen Anteil von 13,6 Prozent.

Erdgas als bislang weit verbreiteter Energieträger wird bei Neubauten zunehmend weniger genutzt. Nur noch knapp 44 Prozent der 2020 errichteten Wohnhäuser werden konventionell mit Erdgas beheizt, ein Rückgang im Vergleich zu 2019 um 2,6 Prozentpunkte. Kaum eine Rolle als Energielieferant für Neubauten spielen Erdöl oder Strom, deren Anteil bei 1,5 Prozent lag.