Kampf gegen Clankriminalität: „Siko Ruhr“ vernetzt

Von dpa
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz.
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. Federico Gambarini/dpa

Essen/Düsseldorf - Gut ein Jahr nach dem Start der „Sicherheitskooperation Ruhr“ (Siko Ruhr) zur Bekämpfung von Clankriminalität hat die Landesregierung eine positive Bilanz gezogen. „Wir vernetzen uns, um auf die ebenfalls vernetzten Clans entsprechend zu reagieren“, erklärte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Dass wir hier noch enger und jenseits von Lokal-, Behörden- und Referatsgrenzen zusammenarbeiten, ist der Siko Ruhr zu verdanken. Nur zusammen gewinnen wir gegen die Clans.“ Unter Clankriminalität versteht das Ministerium nach eigenen Angaben „von Angehörigen türkisch-arabischstämmiger Großfamilien ausgehende Kriminalität“.

Die Siko Ruhr soll die Zusammenarbeit aller Behörden verbessern, die im Ballungsraum Ruhrgebiet mit Clankriminalität zu tun haben. Der Sitz der Dienststelle ist in Essen, das als eine Hochburg von Clankriminalität gilt. Vertreter unter anderem von Landespolizei, Bundespolizei, Zoll sowie der Städte Essen, Dortmund und Duisburg sitzen dort in einem Großraumbüro zusammen. Die Siko hat ihre Tätigkeit im April 2020 aufgenommen. Der Kooperation sind mittlerweile zwölf weitere Kommunen sowie die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW beigetreten.