Kassenärzte: „So wird es leider nichts mit dem Impfturbo“

Von dpa
Ein Mann wird geimpft.
Ein Mann wird geimpft. Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Düsseldorf - Die Hausärzte müssen zahlreiche Impftermine nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein wegen kleinerer Lieferungen als geplant absagen. „Wir müssen gerade leider immer wieder erleben, dass bei unseren Ärztinnen und Ärzten deutlich weniger Impfstoff ankommt als angekündigt wurde“, sagte Vorstandschef Frank Bergmann am Mittwoch in Düsseldorf in einer Mitteilung. Seit ein paar Wochen werde der Einsatz der Hausärzte dadurch erschwert, dass schon vereinbarte Termine abgesagt werden müssten. Stellenweise könnten nur mit Mühe und Not Zweittermine eingehalten werden.

„So wird es leider nichts mit dem Impfturbo, den die Politik Ende Mai/Anfang Juni starten wollte“, betonte Bergmann. Ohne verlässliche Zulieferungen könne auch in der Wirtschaft kein Unternehmen und kein Betrieb seine Arbeit machen. Dabei sei die Zahl der Praxen, die sich an der Impfkampagne beteiligen, in der Region Nordrhein mittlerweile auf fast 5400 gestiegen. Es gebe die große Sorge, dass Hausärzte anfingen aus der Impfkampagne auszusteigen, wenn es bei den Mengen weiterhin keine Verlässlichkeit gebe. „Daher appellieren wir ausdrücklich, dass Zusagen auch eingehalten werden müssen!“

Für die Bereitstellung der Corona-Impfstoffe an die Hausärzte über den Pharmagroßhandel und Apotheken ist der Bund zuständig.