Keine Einigung bei Tarifverhandlungen im Großhandel

Von dpa
Das Verdi-Logo.
Das Verdi-Logo. Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Erfurt - Die Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaft Verdi liegen bei den Tarifverhandlungen für rund 16 000 Beschäftigte im Thüringer Groß- und Außenhandel noch weit auseinander. Die Arbeitgeber legten am Donnerstag in der ersten Runde ein Angebot vor, das für 2021 und die ersten Monate 2022 Einmalzahlungen vorsieht. Von Juli nächsten Jahres an sollen die Einkommen um 1,5 Prozent steigen.

Verdi ging mit der Forderung nach Einkommensverbesserungen von 4,5 Prozent in die Verhandlungen. Sie verweist auf die hohe Arbeitsbelastung der Beschäftigten auch als Folge der Corona-Pandemie.

Verdi-Verhandlungsführerin Sylke Hustan bezeichnete das Arbeitgeberangebot als völlig inakzeptabel. Einige Betriebe der Branche hätten Umsatzzuwächse von 20 Prozent verbucht, sagte sie. Fortgesetzt werden sollen die Verhandlungen nach den Angaben am 29. Juni in Erfurt. Verdi peilt im Gegensatz zu den Arbeitgebern einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten bis Ende April 2022 an.