Kinder- und Jugendpsychiatrie „voll ausgelastet“

Für Kinder und Jugendliche, die einen Platz in einer Psychiatrie benötigen, müssen sich teilweise auf lange Wartezeiten einrichten. Seit dem beginn der Corona-Krise stieg der Bedarf stark an.

Von dpa
Eine Jugendliche sitzt in einem abgedunkelten Zimmer am Fenster.
Eine Jugendliche sitzt in einem abgedunkelten Zimmer am Fenster. Paul Zinken/dpa/Illustration

Hannover - Kinder und Jugendliche, die einen Platz in einer Klinik für Psychiatrie benötigen, müssen sich in Niedersachsen auf lange Wartezeiten einstellen. „Die Einrichtungen sind voll ausgelastet“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover. Zwar gebe es für absolute Notfälle keine Wartezeiten, bei allen anderen Fällen könne es jedoch zwischen wenigen Wochen und bis zu acht Monaten dauern, bis die Patienten und Patientinnen einen Platz in einer Einrichtung bekommen.

Man merke, dass seit dem Beginn der Pandemie mehr Kinder und Jugendliche behandelt werden müssen, so die Sprecherin. Landesweit gebe es 727 stationäre Betten und 359 teilstationäre Plätze. Eine Aufstockung dieser Plätze stehe kurzfristig nicht an. Denn dafür müsse über einen längeren Zeitraum ein bestimmter Prozentsatz an belegten Plätzen überschritten werden. „Die Pandemie dauert jetzt etwa eineinhalb Jahre. Ein solcher stärker frequentierter Zeitraum wäre für einen Rechtsanspruch auf mehr Betten beziehungsweise Plätze allerdings zu kurz,“, so die Sprecherin.