Klimacamp gegen Ausbau des Airports Leipzig/Halle

Von dpa
Bauarbeiten für die Erneuerung der Start- und Landebahn laufen auf dem Flughafen Leipzig/Halle.
Bauarbeiten für die Erneuerung der Start- und Landebahn laufen auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/archivbild

Leipzig - Mit einem zwölftägigen Klimacamp wollen Umweltaktivisten für Klima- und Mobilitätsgerechtigkeit nahe Leipzig protestieren. Im Fokus der Kritik stehe dabei der Flughafen Leipzig/Halle, wie die Organisatoren am Freitag mitteilten. Neben den von dort startenden Abschiebungsflügen wird der geplante Ausbau des Flughafens kritisiert. Das Camp am Störmthaler See findet vom 27. August bis 7. September statt. Die Veranstalter erwarten 500 Teilnehmer.

„Gerade mit Blick auf die aktuell immer sichtbarer werdenden Auswirkungen des Klimawandels finden wir es umso erschreckender, dass der Ausbau des Flughafens überhaupt zur Debatte steht. Wir sehen den Rückbau als einzigen Weg, einer weiteren Verschärfung des Klimawandels entgegenzutreten“, sagte die Sprecherin des Klimacamps Leipziger Land, Maja Schmidt.

Neben Workshops und Podiumsdiskussionen wollen die Teilnehmer am 4. und 5. September ihren „Forderungen nach dem Rückbau des Flughafens und dem Ende von Abschiebungen in kreativem Protest auf die Straßen Leipzigs und an den Flughafen tragen.“

Mitte Juli hatten 54 Aktivisten der Initiative „CancelLEJ“ die Zufahrt zum Logistikzentrum von DHL am Flughafen Leipzig/Halle blockiert. Sie forderten einen Ausbaustopp für den Frachtflughafen, ein Nachtflugverbot und eine Verkehrswende. DHL hatte wegen der Blockade Anzeige erstattet. 52 Aktivisten verbrachten die Nacht im Polizeigewahrsam und kritisierten das Vorgehen der Einsatzkräfte scharf. Die Polizei hatte sich gegen diese Vorwürfe gewehrt.