Konzertveranstalter sieht 2-G-Optionsmodell eher skeptisch

Von dpa

Hamburg - Das neue 2-G-Optionsmodell in Hamburg stößt bei der Karsten Jahnke Konzertdirektion auf Skepsis. „Wenn das die Vorschrift ist, um einen regelmäßigen Kulturbetrieb zu bekommen, ist das ein Anfang“, sagte der Sprecher des Unternehmens, Frehn Hawel, der „Mopo“ (Mittwoch). „Allerdings steht Hamburg ziemlich alleine da. Für uns als Tournee-Veranstalter ist das keine Grundlage, denn dafür müsste das bundesweit gelten.“

Der Senat hatte am Dienstag das sogenannte 2-G-Optionsmodell beschlossen, wonach Veranstalter entscheiden können, ob sie künftig nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3-G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen. In Innenräumen gilt dann wie bisher in der Regel eine Maskenpflicht. Die Regelung soll ab Samstag gelten.

Es sei schwierig, dass die Politik „den Kelch weitergibt“ und die Verantwortung von sich schiebe, findet Hawel. Für Kunden und Kundinnen, die Tickets gekauft hätten und die nicht unter die 2G-Regelung fallen, könnten die Vertragsverhältnisse außerdem nicht nachträglich geändert werden. „Wir müssen deshalb erst mal an den Regelungen festhalten, damit wir allen Zugang gewähren können.“