Köpping verteidigt Corona-Maßnahmen der Regierung

Von dpa
Petra Köpping (SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen, gestikuliert.
Petra Köpping (SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen, gestikuliert. Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden - Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat die Corona-Politik des Freistaates verteidigt. Die Maßnahmen würden von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im Landtag. Sie verwies dafür auf die jüngste Studie von des Mercator Forums Migration und Demokratie (MIDEM) der TU Dresden. Sachsen sei nicht das Land der Querdenker und Impfskeptiker. „Es gibt sie, aber nicht überdurchschnittlich.“

Der Studie zufolge zeigten sich 42 Prozent der Befragten mit dem Pandemie-Management der Landesregierung unzufrieden. Köpping verwies zudem auf den ehemaligen Corona-Hotspot Vogtland. Dort sei es gelungen, durch eine umfassende Test- und Impfstrategie die Infektionszahlen zu senken. Die jüngste Entwicklung bezeichnete Köpping als „sehr erfreulich“. Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat bei 4,1 und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 7,2. Es gebe keinen Landkreis und keine Stadt mehr mit einer Inzidenz über 10, so Köpping. Auch die Lage in den Krankenhäusern sei entspannt. Derzeit gibt es 185 Covid-19-Patienten auf Normalstationen, 69 auf den Intensivstationen.

Dennoch müsse man vorsichtig sein, gerade mit Blick auf die als besonders ansteckend geltende Deltavariante, mahnte Köpping. Diese mache deutschlandweit mittlerweile 20 Prozent der Neuansteckungen aus. In dieser Woche habe es in Sachsen 41 Verdachtsfälle sowie 23 bestätige Fälle dieser zuerst in Indien nachgewiesenen Virusvariante gegeben.

Kritik an der Regierung kam von der AfD-Fraktion. Der Fraktionsvorsitzende Jörg Urban warf der Regierung Fehler und Planlosigkeit vor und forderte eine Aufhebung der Corona-Maßnahmen. Diese griffen empfindlich in die Grundrechte ein. Ab 1. Juli gelten bei einer Inzidenz unter 10 zahlreiche Lockerungen in Sachsen, die Maskenpflicht etwa im Einzelhandel oder im Nahverkehr bleibt aber bestehen.