Kräfte aus Afghanistan zurück: Sanitätsflugzeug gelandet

Von dpa

Wunstorf/Taschkent - Die Bundeswehr hat nach dem Ende der Luftbrücke aus Afghanistan alle Soldaten des Evakuierungseinsatzes zurück nach Deutschland geflogen. Auch das für Notfälle bereitgehaltene Sanitätsflugzeug („MedEvac“) landete am Samstag auf dem niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf, wie die Bundeswehr mitteilte. Es war in der usbekischen Hauptstadt Taschkent für eine mögliche Rettung Verletzter aus dem afghanischen Kabul stationiert.

Die fliegende Intensivstation und eine Transportmaschine A400M landeten am späten Nachmittag in Wunstorf, wie die Luftwaffe bestätigte. An Bord waren auch die letzten 16 Mann der Sicherungstruppe für die Flugzeuge in Kabul „(Air Mobile Protection Teams“) sowie Material. Damit waren alle Soldaten des Einsatzes zurück in Deutschland.

Bereits am Freitagabend waren drei Bundeswehrmaschinen aus Taschkent in Wunstorf gelandet, die rund 380 Soldaten aus dem Einsatz zurückbrachten. Bei der größten Evakuierungsoperation in der Geschichte der Bundeswehr hatte die Luftwaffe in elf Tagen 5347 Menschen aus mindestens 45 Ländern aus Kabul ausgeflogen, überwiegend Afghanen, aber auch mehr als 500 Deutsche.

Am Sonntag sollen die letzten zwei Transportmaschinen aus Taschkent nach Deutschland mit Material und Munition an Bord zurückkehren. Dann ist auch das Drehkreuz des Evakuierungseinsatzes in Taschkent Geschichte.