Kritik an Söder: Kretschmer hält am Kohlekompromiss fest

Von dpa
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer spricht in Dresden.
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer spricht in Dresden. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/archivbild

Dresden - Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer will an dem beschlossenen Ausstieg aus der Kohlekraft bis zum Jahr 2038 festhalten. „Der Kohlekompromiss muss weiter gelten. Der Kompromiss gibt Sicherheit für alle Betroffenen“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Dresden. Er reagierte damit auf einen Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), schneller aus der Kohle auszusteigen - und dafür nach der Bundestagswahl im Herbst neu zu verhandeln.

„Der Freistaat Bayern ist nicht betroffen und kann von außen leichter reden“, sagte Kretschmer. Man habe über Jahre mit allen Verbänden beraten und einen „guten, nicht einfachen Weg“ gefunden. Dieser gelinge aber nur, wenn getroffene Vereinbarungen nicht ständig in Frage gestellt würden.

Aus Sicht Söders ist ein schnellerer Kohleausstieg wichtig, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann. Am Mittwoch kündigte er an, sich dafür einzusetzen, bereits 2030 den Kohleausstieg zu ermöglichen.