Kabel-Klau

Kupferdiebe in Sachsen-Anhalt immer dreister

Mit 600 000 Euro bei rund hundert Fällen ist laut LKA schon jetzt die Beute der Kupferdiebe im Land höher als im jeweiligen Jahreszeitraum 2017 bis 2020. Nur 2021 betrug die Gesamtsumme eine Million Euro. Die Täter richten dabei immer schwerere Schäden an.

Von Matthias Fricke 20.06.2022, 20:30

Magdeburg - Als Michael Heber (63) vor wenigen Tagen in seinem im Ausbau befindlichen Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen in Aschersleben einen Kontrollgang macht, ist er schockiert. Die Fußböden sind aufgestemmt und Kupferrohre sowie Kabel auch aus Wänden herausgerissen. „Die Bäder waren schon fertig. Da wurden fast alle Fliesen zerstört, nur um an die Rohre zu kommen“, sagt Heber, der sich mit seiner Frau Micaela das Haus als Altersvorsorge ausbauen wollte. Insgesamt erbeuteten die Diebe bei ihm 30 bis 50 Meter Kupferrohre und mehrere hundert Meter Kabel. Der Schaden wird auf bis zu 50 000 Euro geschätzt. Die Täter hinterließen eine leere Trinkflasche, Werkzeuge und Zigarettenkippen. Heber: „Wir hoffen, dass sie mit der inzwischen sichergestellten DNA erwischt werden.“ Helfen wird ihm das aber wenig. Er muss jetzt alles selbst reparieren und sagt: „Man bekommt ja keine Handwerker mehr.“

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