Land: 20 Millionen Euro für Lüftungsanlagen in Schulen

Von dpa
Grant Hendrik Tonne (SPD) spricht.
Grant Hendrik Tonne (SPD) spricht. Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Hannover - Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und der eingeschränkten Impfangebote für Kinder und Jugendliche will das Land Niedersachsen mehr Geld für Lüftungsanlagen in Schulen zur Verfügung stellen. Zusätzlich zu der bisherigen Förderung von Luftfilteranlagen in eingeschränkt belüftbaren Unterrichtsräumen sollen die niedersächsischen Schulträger nun 20 Millionen Euro vom Land erhalten. Über einen entsprechenden Kabinettsbeschluss informierten das Kultus- und Sozialministerium am Dienstag in Hannover.

Das Geld ist dafür vorgesehen, die Klassenräume der Schuljahrgänge 1 bis 6 etwa mit Fensterventilatoren auszustatten. Der Fokus liege auf den Schülerinnen und Schülern dieser Jahrgänge, da ihnen in absehbarer Zeit kein Impfangebot gemacht werden könne, erklärte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Mit den 20 Millionen Euro könnte bei einer 80-prozentigen Förderung rein rechnerisch für jedes der rund 25.000 Klassenzimmer der Schuljahrgänge 1 bis 6 in Niedersachsen eine sogenannte Zu- und Abfluftanlage angeschafft werden.

Tonne versprach, die Förderung aufzustocken, sollte weiter Investitionsbedarf bei der technischen Lüftungsunterstützung bestehen. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass mobile Luftfiltergeräte und Fensterventilatoren das Lüften in den Klassenräumen nicht ersetzten. Bei den Schulen wolle man nun dafür werben, dass das Angebot angenommen wird. Ziel sei es, den Präsenzunterricht im neuen Schuljahr zu sichern.

Die Förderung der Lüftungsanlagen sind Teil eines umfassenden Kinder- und Jugendprogramms mit dem Titel „Startklar in die Zukunft“, für das das Land Niedersachsen und der Bund gemeinsam 222 Millionen Euro ausgeben. Der Großteil des Geldes fließt in den Schulbereich. Den niedersächsischen Schulen soll es unter anderem ermöglicht werden, zusätzliches pädagogisches Personal etwa aus der Vereinsarbeit, Schulpsychologen oder Sozialarbeiter einzustellen und besondere Projekte umzusetzen, um die Folgen der Corona-Pandemie bestmöglich abzufedern.