Land prüft Rückgabe von bis zu 40.000 Impfdosen

Der Bund bietet den Ländern an, übrig gebliebenen Impfstoff zurückzunehmen, um ihn ins Ausland zu spenden. Mecklenburg-Vorpommern hat 40.000 Impfdosen im Lager, die dafür in Frage kommen könnten.

Von dpa

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern erwägt die Rückgabe von bis zu 40.000 Dosen ungenutzten Impfstoffs der Hersteller Astrazeneca und Johnson & Johnson an den Bund. Derzeit frage das Landesgesundheitsministerium bei den Landkreisen und kreisfreien Städten als Betreiber der Impfzentren ab, welcher Bedarf für diese Impfstoffe noch besteht, wie eine Ministeriumssprecherin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Aktuell würden im Zentrallager des Landes 25.600 Dosen Astrazeneca und 14.400 Dosen Johnson & Johnson aufbewahrt. Diese könnten zurückgegeben werden, sollten die Kommunen keinen Bedarf mehr signalisieren.

In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hatte das Bundesgesundheitsministerium den Ländern die Möglichkeit eröffnet, „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen“, an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben. Die Impfstoffe sollten noch mindestens zwei Monate haltbar sein. Impfstoff aus Arztpraxen sowie von Betriebsärzten soll nicht an den Bund zurückgeführt werden.

Hamburg hat bereits angekündigt, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Es geht dort um einen Lagerbestand von rund 60.000 Astrazeneca-Dosen. Berlin will bis zu 62.400 Impfdosen an den Bund zurückgeben.

In Mecklenburg-Vorpommern sind bisher 59,4 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft, 50,4 Prozent sind vollständig immunisiert. Bisher wurden im Nordosten 1 724 381 Impfdosen verabreicht, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Die Impfdynamik hat zuletzt stark nachgelassen.